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 Susanne Häcker
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             Lobbyarbeit für Bibliotheken
 
Begriffsklärung | Die Lobbyarbeit und ihr Image | Wer ist das Ziel der Lobbyarbeit? | Wer lobbt? | Verschiedene Ebenen der Lobbyarbeit | Woraus besteht Lobbyarbeit? | Lobbyarbeit - ein Instrument der Haushaltskonsolidierung?
Lobbyarbeit - will ich damit etwas zu tun haben? Diese Frage ist auch heute oft noch der erste Gedanke, der vielen Menschen durch den Kopf geht, wenn das Gespräch auf Lobbyismus und Lobbyarbeit kommt. Nach wie vor haftet diesem Begriff ein negatives Image an. Dieses Image führt nicht selten dazu, dass die Chance die eine gute Lobbyarbeit für Bibliotheken sein kann und auch der dringende Handlungsbedarf der im deutschen Bibliothekswesen besteht, völlig übersehen wird. Dieser Artikel soll einen kleinen Überblick über das Thema Lobbyarbeit für Bibliotheken bieten und dazu anregen sich eingehender mit diesem für die Bibliothekswelt wichtigen Thema zu beschäftigen. Wenn wir heute mit der Lobbyarbeit anfangen wird uns die Haushaltskrise von morgen möglicherweise weniger hart treffen.

1. Begriffsklärung

"Im Prinzip handelt es sich bei der Lobbyarbeit um die Interessensvertretung bei einem politischen Entscheidungsträger, und zwar - das ist der springende Punkt - in der Zeit zwischen den allgemeinen Wahlen…" (Ulla Wimmer; Lobbyarbeit für Bibliotheken: Politisch denken - strategisch handeln; 2000)

Die Lobbyarbeit wurde im 19. Jahrhundert in den USA "erfunden". Die großen Wirtschaftsunternehmen und Interessenverbände pflegten einen engen Kontakt zu den Politikern und Abgeordneten des US- amerikanischen Kongresses. Sie versuchten die politischen Entscheidungsträger von ihren Anliegen zu überzeugen und so deren Entscheidungen zu beeinflussen. Diese Überzeugungsarbeit fand häufig in den Fluren und Vorhallen der Sitzungsräume statt, hier liegt der Ursprung des Begriffes Lobbyismus (Vorhalle = engl. Lobby).

Neben dieser direkten Beeinflussung der Entscheidungsträger gibt es die indirekte Einflussnahme auf die öffentliche Meinung durch die Medien, die auch ein Aspekt der Lobbyarbeit ist. Die direkte Interessenvertretung bei den politischen Entscheidungsträgern kann von einer starken Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Auf die indirekte Einflussnahme möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, da dies sonst den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde und ich die direkte Lobbyarbeit als die momentan dringlichere Aufgabe des Bibliothekswesens ansehe.
 

2. Die Lobbyarbeit und ihr Image

Für viele Menschen hat der Begriff Lobbyismus auch heute noch einen negativen Beigeschmack, er ist für sie verknüpft mit Vetternwirtschaft, Bestechung und politischen Skandalen. Der Ursprung dieses schlechten Images der Lobbyarbeit ist ebenfalls in den USA des 19. Jahrhunderts zu suchen. Den Interessenverbände und Wirtschaftsunternehmen genügte es bald nicht mehr die Politiker durch Argumentation und Diskussionen für ihre Interessen zu gewinnen, sie griffen lieber zu weitaus effektiveren Mitteln wie z. B. Bestechung und Erpressung.

Natürlich sind auch heute noch genug Negativbeispiele in der Presse zu finden und oft ist es nicht leicht zu durchschauen wo die legalen Grenzen überschritten werden.
Gerade dadurch, dass Lobbyarbeit häufig "auf den Fluren der Politik" (Wimmer) stattfindet und außerhalb der festgelegten Strukturen, wirkt sie leicht undurchsichtig und wird deshalb teilweise sicher auch zu Recht kritisch beurteilt.

Neben dieser negativ besetzten Sichtweise entwickelt sich jedoch auch ein neues Verständnis der Lobbyarbeit. Sie wird heute oft auch als "unverzichtbarer Bestandteil der politischen Arbeit"( Wimmer) angesehen. Die Entscheidungsträger sind auf die Informationen der Interessensverbände angewiesen. Die Sachlagen werden immer komplexer; den Abgeordneten ist es häufig unmöglich, sich in den speziellen Fachgebieten auszukennen - sie sind auf die Kompetenzen der Fachleute angewiesen. Deshalb suchen sie Rat bei den verschiedenen Interessensverbänden.
Durch Anhörungen im Bundestag, Grundsatzpapiere, oder sogar durch gemeinsam ausgearbeitete Gesetzesentwürfe unterstützen die Interessenvertreter die Politiker und Abgeordnete in ihrer Arbeit, sie schaffen Grundlagen für die zu treffenden Entscheidungen und können diese dadurch natürlich auch stark beeinflussen.

"Die Politik braucht den Informations-Input aus den Lobby-Gruppen." (Wimmer)

Die Informationen der Verbände sind natürlich stark durch ihre Interessen geprägt und werden von den Entscheidungsträgern daher auch immer unter diesem Aspekt gelesen, das heißt dass von einer gewissen Übertreibung seitens der Experten ausgegangen wird.

Lobbyarbeit wird durch diese Zusammenarbeit auch zu einer Art gelebter Demokratie, da hier die Meinung und die Anliegen von der Basis direkt zu den Entscheidungsträgern gelangen können. Allerdings gilt auch hier: die Starken gewinnen, deshalb ist es wichtig, dass nicht nur große Wirtschaftsunternehmen ihre Interessen wirkungsvoll vertreten, sondern dass gerade gemeinnützige Interessen stärker und wirkungsvoller vertreten werden. Das Bibliothekswesen sollte sich also in die Reihe der Starken einreihen. Die meist durch das alte Image der Lobbyarbeit begründeten moralischen Bedenken, die es vielleicht noch in manchen Köpfen geben mag, sind im Bezug auf die Lobbyarbeit für Bibliotheken unangebracht.
Natürlich besteht bei der Lobbyarbeit immer die Gefahr, dass nicht die Interessen der Allgemeinheit sondern die eines Einzelnen vertreten und durchgesetzt werden. Bibliotheken jedoch sind öffentliche Einrichtungen die den freien Zugang zu Informationen und zu Bildung sichern sollen, die Weiterentwicklung des Bibliothekswesens kommt daher der gesamten Gesellschaft zu gute.

Das Risiko der eigenen Bereicherung einzelner Personen oder einer kleinen Gruppe ist daher sehr gering. Um Lobbyarbeit im positiven Sinne und im großen Stil betreiben zu können ist es natürlich Voraussetzung auch einen dementsprechend starken Interessensverband zu haben.
 

3. Wer ist das Ziel der Lobbyarbeit?

Grundsätzlich richtet sich die Lobbyarbeit an politische Entscheidungsträger, sie sind sozusagen das Ziel der Lobbyarbeit. Ihre Meinung soll beeinflusst werden um wiederum ihre Entscheidungen und damit die Politik positiv im Sinne der jeweiligen Lobby-Gruppe zu lenken. Es sind jedoch nicht alleine die Entscheidungsträger die von den Lobbys ins Visier genommen werden. Auch die ihnen angeschlossenen Verwaltungen sind für die Lobbys ein wichtiges Ziel.

In den Verwaltungen werden die wichtigen Entscheidungen vorbereitet, hier werden Entwürfe, Vorlagen und Stellungnahmen erarbeitet. Es ist wichtig schon in der Anfangsphase über die Entwicklungen bescheid zu wissen um sie wenn möglich mitgestalten zu können. Ganz konkret können zum Beispiel die EU- Verwaltung in Brüssel, der Bundestag, die Landesregierungen, die Kommunalverwaltung, die Hochschulgremien jeder Träger einer Bibliothek Ziel der Lobbyarbeit werden. Für das Bibliothekswesen und die Bibliotheken heißt das: alle Personen die bibliotheksrelevante inhaltliche und finanzielle Entscheidungen treffen gehören zur Zielgruppe der Lobbyarbeit. (Vgl. Wimmer)
 

4. Wer lobbt?

Im Allgemeinen wird Lobbyarbeit hauptsächlich von großen Wirtschaftsunternehmen und starken Interessensverbände, aber auch von Bürgerinitiativen betrieben. Gute und wirkungsvolle Lobbyarbeit kostet viel Geld und Zeit, deshalb ist eine effektive Lobbyarbeit für große Wirtschaftsunternehmen im Vergleich zu vielen kleineren Interessenverbänden meist deutlich leichter. Die Arbeit eines Verbandes, hängt doch stark von der Zahl seiner Mitglieder und den wiederum davon abhängenden finanziellen Mitteln, ab. Im Bibliothekswesen ist die Lobbyarbeit je nachdem auf welcher Ebene sie stattfindet hautsächlich Aufgabe der Bibliotheksverbände, der Fachstellen, der Bibliotheksleitungen und der Fördervereine für Bibliotheken.
 

4.1 Verschiedene Ebenen der Lobbyarbeit

Lobbyarbeit findet auf verschiedenen Ebenen statt. Es gibt internationale, europaweite und nationale Lobbyarbeit, wobei sich die nationale Lobby wiederum auf die Bundes-, Landes-, und Kommunalebenen verteilt.

4.1.1 International

Auf internationaler Ebene wird die Lobbyarbeit hautsächlich durch Verbände vorangetrieben. Für das Bibliothekswesen ist hier die IFLA (International Federation of Library Assosciation and Institutions) als internationaler Verband der bibliothekarischen Vereine und Institutionen zu nennen. "Ihr Ziel ist die weltweite Förderung der Entwicklung hochqualitativer Bibliotheks- und Informationsdienste aller Art."(http://www.ifla-deutschland.de/de/ifla/) Die IFLA produziert sehr viele Papiere und Stellungnahmen, eines davon ist zum Beispiel das "Public Library Manifesto" es macht deutlich wie wichtig Bibliotheken für den freien Zugang zu Information und für das Recht auf freie Meinungsäußerung sind. Ohne dieses Papier hätte der Weltinformationsgipfel in Genf das Bibliothekswesen gar nicht zur Kenntnis genommen, so IFLA- Präsidentin Kay Raseroka (http://www.ifla-deutschland.de/de/downloads/interview.pdf). Es findet auch ein jährlicher IFLA- Weltkongress im August statt. Der diesjährige Kongress vom 14.-18. August in Oslo steht unter dem Motto "Libraries - A Voyage of Discovery".

Nähere Informationen zum IFLA-Weltkongress:
http://www.ifla.org/IV/ifla71/index.htm
http://www.ifla.org/IV/ifla71/final_an2005.pdf

4.1.2 Europaweit

Auch Europaweit liegt die Aufgabe der Lobbyarbeit in den Händen der Verbände. EBLIDA (European Bureau of Library, Information and Documentation Association) ist der Verein für europäische Bibliotheks- und Informationseinrichtungen. Seine Lobbyarbeit richtet sich hauptsächlich auf die Rahmenbedingungen der Bibliotheksarbeit wie z.B. die Buchpreisbindung oder die Copyright-Rechte.

4.1.3 National

Bundesebene

Für die Lobbyarbeit auf Bundesebene ist in Deutschland der BID Bibliothek & Information Deutschland (ehemals: BDB Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände) verantwortlich.

Mitglieder des BID sind:

Ein gemeinsames Projekt der ehemaligen Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände und der Bertelsmann Stiftung ist das Strategiekonzept "Bibliothek 2007". "Ein wesentliches Ziel des Strategiekonzeptes Bibliothek 2007 ist es, mit einer forcierten Lobbyarbeit dafür zu sorgen, dass Bibliotheken und ihre unverzichtbare Arbeit im Bildungsbereich in der Öffentlichkeit und vor allem von der Politik besser wahrgenommen werden."(Olaf Zimmermann) Die verstärkte Lobbyarbeit zeigt auch schon erste Erfolge, so fand am 14. März 2005 eine Anhörung zur Situation der Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland vor der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" des deutschen Bundestages statt.

Landesebene

Auch auf der Landesebene sind die Bibliotheksverbände mit ihren Landesgruppen mit von der Partie. Außer von den Verbänden wird die Lobbyarbeit auf Landesebene auch von den Fokus Fachstellen für das öffentliche Bibliothekswesen vorangebracht. Fachstellen sind "Beratungs-, Planungs- und Fördereinrichtung für öffentliche Bibliotheken und deren Träger"(Homepage Fachstelle Freiburg). Die Fachstellen sind zwar auch bundesweit vernetzt und aktiv, doch sie sind auch ein Teil der Landesverwaltung und nehmen damit hauptsächlich Einfluss auf die Landespolitik. Die Fachstellen in Baden-Württemberg wurden im Zuge der Verwaltungsreform in die vier Regierungspräsidien in Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen eingegliedert, teilweise nur verwaltungstechnisch teilweise aber auch räumlich. Die Fachstellen sind dadurch in einer ganz ähnlichen Situation wie die kommunalen Bibliotheken sie sind ein Teil der Verwaltung wenn auch durch recht unterschiedliche Arbeitsstrukturen manchmal ein sehr exotischer oder momentan noch fremder Teil. Diese Zugehörigkeit kann sich negativ auswirken, wenn die Interessen der Fachstelle oder der Bibliothek in Konflikt mit den Interessen der Verwaltung geraten. Zum Einen muss hier bei der Lobbyarbeit darauf geachtet werden die herrschenden Hierarchien nicht zu verletzen, zum Anderen dürfen die Aussagen der Fachstellenangehörigen nicht den Aussagen des Regierungspräsidiums widersprechen oder entgegenstehen. In Zeiten ständiger Sparmaßnahmen, in denen nicht unbedingt auf allen Ebenen der Verwaltung die gleiche Meinung herrscht, kann diese Arbeit durchaus zum Drahtseilakt werden. Die Zugehörigkeit und wenn vorhanden auch die räumliche Nähe zur Verwaltung kann jedoch auch eine sehr große Chance sein. Es ergeben sich viel mehr Möglichkeiten Kontakte innerhalb der Verwaltung zu knüpfen, ob bei gemeinsamen Sitzungen, bei gesellschaftlichen Anlässen innerhalb der Verwaltung (Ausstellungseröffnung, Narrenempfang im Regierungspräsidium o. ä.) oder beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine, so genannte "Gespräche auf dem Flur" entstehen unter diesen Bedingungen wie von alleine.

Kommunalebene

Auf Kommunalebene geht es dann hauptsächlich um Lobbyarbeit für eine bestimmte Einrichtung, hier liegt sie hautsächlich in den Händen der Bibliotheksleitung. Lobbyarbeit sollte Chefsache sein, denn sie sollte möglichst auf einer Augenhöhe geschehen daher ist es wichtig, dass wichtige Entscheidungsträger auch von Bibliothekaren aus der Chefetage kontaktiert werden. Eine zweite Möglichkeit ist auch die Lobbyarbeit durch einen Förderverein zu verstärken. Die Lobbyarbeit sollte auf Entscheidungsträger gerichtet werden die bibliotheksrelevante Entscheidungen treffen. Das können Bürgermeister, Stadträte, Gemeinderäte oder Hochschulleiter und Hochschulgremien sein, es gibt eine Vielzahl von Entscheidungsträgern, jede Bibliothek muss deshalb für sich selbst entscheiden mit welchen Personen und Institutionen sie Kontakte und Netzwerke knüpft.

5. Woraus besteht Lobbyarbeit?

"Lobbyarbeit besteht zum größten Teil aus Kommunikation und Interaktion mit Personen außerhalb der Bibliothek."(Wimmer) Es gibt hier drei wesentliche Kommunikationsformen:

Für die Lobbyarbeit werden alle drei Kommunikationsformen gebraucht sie haben jedoch nicht alle das gleiche Gewicht. Die formale Kommunikation über Jahresberichte, Protokolle etc. steht meistens erst am Ende eines langen Prozesses, sie ist die Spitze des Kommunikations-"Eisbergs"(Vgl. Wimmer). Die Mitte bildet die informelle und fachliche Kommunikation über die Öffentlichkeitsarbeit der Bibliothek, die Presseberichte oder durch Diskussionen. Den Sockel und damit den größten Teil der Kommunikation bildet die informelle und nichtfachliche Kommunikation. Das heißt die Leistungsnachweise wie Controlling- und Jahresberichte sind zwar sehr wichtig spielen jedoch in der Lobbyarbeit eine untergeordnete Rolle, der Erfolg der Lobbyarbeit hängt zu einem großen Teil von Kommunikationsfaktoren wie den persönlichen Umgangsformen, soziale Kompetenzen der Lobbyisten sowie der Kooperationsbereitschaft und Offenheit der Institution ab. Es müssen positive "Bilder" der Bibliothek nach außen transportiert werden. Kommunikationsfähigkeit ist daher eine wichtige Fähigkeit um gute Lobbyarbeit machen zu können. Wirkungsvolle Lobbyarbeit hat ein gutes Informationsnetz zur Grundlage, dieses Netz muss geknüpft und gepflegt werden. Die Kontakte sollten sich weder auf eine Partei noch auf ein paar wenige Personen beschränken umso größer das Netz ist desto besser können auch Kontaktabbrüche aufgefangen werden die Bibliothek ist dadurch weniger abhängig von einzelnen Personen und weniger anfällig für unvorhergesehene Katastrophen.

6. Lobbyarbeit - Öffentlichkeitsarbeit

Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sie sind so eng miteinander verwandt, dass die Frage aufkommt: Wo liegt eigentlich der Unterschied? Sowohl die Öffentlichkeitsarbeit als auch die Lobbyarbeit transportieren Bilder von der Bibliothek nach außen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Öffentlichkeitsarbeit nur Informationen nach außen trägt, während bei der Lobbyarbeit ein Informationskreislauf entsteht. Es werden zwar Informationen nach außen gegeben doch die zweite fast noch wichtigere Aufgabe der Lobbyarbeit ist, dafür zu sorgen dass die wichtigen Informationen frühzeitig die Bibliothek erreichen, damit neue Entwicklungen die Bibliothek frühzeitig erreichen und sie immer handlungsfähig bleibt.


7. Lobbyarbeit - ein Instrument der Haushaltskonsolidierung?

Bibliotheken brauchen eine Lobby! Ohne eine starke Lobby im Rücken ist es ein sehr mühsamer Prozess das Bibliothekswesen weiterzuentwickeln, der nicht selten ins Stocken gerät. Durch eine gelungene Lobbyarbeit, die die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Bibliotheken verbessert, kann die fachliche Arbeit ihre volle Wirkung entfalten. Lobbyarbeit sollte daher zu einem normalen Bestandteil der Bibliotheksarbeit werden. Ich halte die Lobbyarbeit auf lange Sicht gesehen für ein sehr gutes Instrument der Haushaltskonsolidierung, mit einer guten Lobby lassen sich manche Haushaltsschwierigkeiten schon im Keim ersticken. Wer positiv im Bewusstsein der Entscheidungsträger verankert ist, muss sich nicht länger die Frage nach seiner Daseinsberechtigung gefallen lassen. Lobbyarbeit trägt allerdings nicht von heute auf morgen Früchte, sie braucht Zeit Kontakte müssen geknüpft und gepflegt werden, ein dichtes krisenfestes Informations- und Kontaktnetz entsteht nicht von selbst. Lobbyarbeit eignet sich nicht als Feuerwehr sie ist aber zur Sicherung des heutigen Standards und für die Weiterentwicklung des Bibliothekswesens unverzichtbar.

"Wer nicht lobbt, ist selber schuld."
(Wimmer)




Quellen: Links | Literatur Punkt Lobbyarbeit
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