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              Fördermittel für Bibliotheken - Möglichkeiten und Beispiele

Bereiche und Arten von Fördermitteln |
Mögliche Förderprogramme bzw. Fördermittel, die Bibliotheken nutzen können
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Beispiele von Förderprojekten aus Bibliotheken

So vieles wird heutzutage gefördert: der Sportverein, die Umweltgruppe, der Kirchenchor usw. Aber was ist mit den Bibliotheken? Diese Arbeit möchte denkbare Fördermittel aus kommunaler, regionaler und europäischer Projektfinanzierung anführen, welche nicht nur auf wissenschaftliche und große öffentliche Bibliotheken ausgerichtet sind. Daher wurde versucht, all die kleinen Möglichkeiten der Förderung zusammen zufassen, damit auch kleinere öffentliche Bibliotheken in den Genuss von Fördergeldern für gewisse Veranstaltungen gelangen. Außerdem werden einige Beispiele von Projektumsetzungen aus verschiedenen Bibliotheken angeführt.

1. Bereiche und Arten von Fördermitteln

Fördermittel gibt es für viele verschiedene Förderbereiche von Investitionen und Ausgaben. Grundsätzlich gliedert sich die Förderung in fünf Bereiche:

 

2. Mögliche Förderprogramme bzw. Fördermittel, die Bibliotheken nutzen können

2.1 Förderprogramme durch die Europäische Union

Hierbei ist anzumerken, dass die Förderprogramme, welche von der Europäischen Union initiiert werden, gerade für Wissenschaftliche Bibliotheken sowie größere Öffentliche Bibliotheken interessant sein könnten, da diese bessere Vorrausetzungen mitbringen, die Ausschreibungskriterien zu erfüllen

2.1.1 PuLLS- Projekt

Das PuLLS- Projekt läuft seit Dezember 2004 im Rahmen des Grundtvig Programms der Europäischen Union und hat eine Laufzeit bis Ende 2006.

Die Hauptaufgabe des Grundtvig-Programms ist die Politik des „lebenslangen Lernens“ sowohl auf europäischer, als auch auf der Ebene der daran beteiligten Staaten zu fördern.

Daraus ergeben sich die Aufgaben und Ziele des PuLLS-Projekts. Geplant ist demnach die Entwicklung eines neuen europäischen Bibliothekskonzeptes, in welchem die Bibliothek als „offenes Lernzentrum“ fungiert. Ein Ziel von PuLLS ist des hierfür Curricula, eLearning- Kurse, Multimediaprodukte usw. zu entwickeln, um die Informationskompetenz von Erwachsenen und benachteiligten Personen durch informelles Lernen zu verbessern bzw. zu fördern. Der Hintergedanke dabei ist, aus eben diesen Zielgruppen aktive, informationskompetente europäische Bürger zu machen.

 

Am PuLLS-Projekt beteiligen sich bereits einige bekannte öffentliche Bibliotheken Europas wie:


2.1.2 IST- Programm

Am 18. Mai 2005 ist bereits die fünfte IST-Ausschreibung gestartet. Das Programm Information Society Technology (IST) ist eines von sieben Themenbereichen des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU, welches zur Schaffung eines europäischen Forschungsraumes beitragen soll. Für das IST-Programm ist dabei ein Budget von ca. 3,6 Mrd. € vorgesehen. Ein Thema der IST- Ausschreibung, das besonders für Bibliotheken, Archive und Museen interessant wäre, ist „Access to and preservation of cultural and scientific resources“. Hierin soll der Zugang zu digitalen kulturellen und wissenschaftlichen Ressourcen, aber auch der Schutz von diesen, durch die Entwicklung neuer Technologien vorangetrieben werden. Projektanträge sind bis zum 21. September 2005 einzureichen

2.1.3 Initiative eLearning

Die Initiative eLearning hat den Zweck, bildungs- und kulturtragende Einrichtungen sowie die wirtschaftlichen und sozialen Akteure Europas zu mobilisieren, damit die Entwicklung Europas in die Wissensgesellschaft beschleunigt werden kann. Demnach soll eLearning als Medium zur Modernisierung von Bildung und Gesellschaft beitragen und die Technologie in den Dienst des lebenslangen Lernens gestellt wer

den. Die Initiative eLearning hat eine Laufzeit von 2004 – 2006, wobei der Aufruf Projektanträge zu stellen erst Mitte Mai 2005 erfolgte und die Antragsfrist bereits am 4.

Juli 2005 endet. Dem gesamten Projekt wurden 44 Mio € von der EU zur Verfügung gestellt. Es nennt dabei vier Prioritäten die gefördert werden sollen:

  1. Förderung digitaler Kompetenz des Einzelnen: Die Maßnahmen in diesem Bereich sollen den Erwerb neuer Kompetenzen und Kenntnisse fördern, die für die persönliche und berufliche Entwicklung und für eine aktive Mitwirkung in einer informationsorientierten Gesellschaft notwendig sind.
  2. Europäische virtuelle Campusprojekte: Hier geht es vor allem darum, virtuelle Dimensionen in die europäische Hochschulzusammenarbeit zu integrieren, indem die Entwicklung neuer Organisationsmodelle für virtuelle europäische Universitäten und Austauschprogramme gefördert werden.
  3. Elektronische Schulpartnerschaften in Europa und Förderung der Ausbildung der Lehrkräfte: Ziel ist es, die Vernetzung zwischen Schulen zu stärken und weiter auszubauen, indem alle jungen Europäer während ihrer Sekundarschulzeit die Möglichkeit haben, zusammen mit ihren Lehrern an einem Bildungsprojekt mit anderen europäischen Schulen teilzunehmen.
  4. Bereichsübergreifende Maßnahmen zur Förderung von eLearning in Europa: Diese Maßnahmen zielen auf die Verbreitung, Förderung und Übernahme bewährter Verfahren, Produkte und Dienste, die in zahlreichen europäischen und nationalen Projekten und Programmen entwickelt wurden.

Einen guten Überblick über die Fördermöglichkeiten durch die EU geben die folgenden Vorträge, die auf 6. Internationale Konferenz des Goethe-Insituts - "Öffentliche Bibliotheken in einem Neuen Europa" - Warschau 2003 gehalten wurden

Oehling, Helmut:
EU-Förderprogramme und Bibliotheken Organisation und Koordinierung kooperativer EU-Projekte: http://lsfr.staatsbibliothek-berlin.de/lsfr/eubam/eubam-01.html

Trotte, Fabinenne:
Öffentliche Bibliotheken und europäische Programme. Was ist von Europäischen Programmen zu erwarten? http://www.goethe.de/ms/war/artikel26.htm

Albers, Christoph:
EU-Programme und Bibliotheken. http://www.goethe.de/ms/war/eubam.ppt#2


2.2 Bibliotheksförderung durch die Bundesländer

Unter diesem Punkt sind einige Ministerien bzw. Landesregierungen verschiedener Bundesländer aufgeführt, die für bestimmte Förderzwecke Mittel vergeben. Gerade solche Fördermöglichkeiten könnten für kleinere Öffentliche Bibliotheken in kommunaler oder freier Trägerschaft interessant sein. Meist werden dabei bereits Antragsformulare für die Bibliotheken ins Netz gestellt.

2.2.1 Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport NRW

2.2.1.1 Förderung der kommunalen Bibliotheken


In diesem Förderprogramm des Ministeriums werden folgende Projekte gefördert: Die Förderung erhalten kann:
  1. der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen
  2. Kommunen, die Träger von Bibliotheken der 1. und 2. Stufe und von Mittelpunktbibliotheken in NRW sind
  3. Andere Träger von Bibliotheken, soweit eine Bibliothek in kommunaler Trägerschaft nicht vorhanden ist und die Bibliothek die Funktion einer Bibliothek der 1. oder 2. Stufe oder einer Mittelpunktbibliothek erfüllt

Das Förderziel ist die Modernisierung und Steigerung der Leistungsfähigkeit öffentlicher Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen. Die Ansprechpartner für Projekte der Bibliotheken sind die Dezernate 49.1.2 der jeweiligen Bezirksregierungen. Projektanträge sind jeweils bis zum 30. 11. des Vorjahres bei den Bezirksregierungen zu stellen, wo auch die Antragsformulare erhältlich sind

2.2.1.2 Neue Medien Kunst

Dieser Bereich könnte auch für mache Bibliotheken, welche gerade an der Förderung von innovativen Vorhaben im Bereich Neue Medien Kunst arbeiten interessant sein. Gefördert werden u. a. Gemeinden, sonstige öffentliche Träger, Einzelpersonen sowie Vereine und Organisationen, die regionale, überregionale, oder sonstige herausragende Projekte erarbeitet haben, oder sonstige Vorhaben im Bereich Kinder- und Jugend-Medien-Kunst laufen haben. Ansprechpartner sind die Dezernate 49.1 der jeweiligen Bezirksregierung.


2.2.2 Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend / Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

2.2.2.1 Förderung zum Buch- und Medienerwerb

Das Land Rheinland-Pfalz vergibt über die beiden Büchereistellen Koblenz und Freudenstadt Fördermittel zum Buch- und Medienerwerb. Formlose schriftliche Anträge sind vom kommunalen Bibliotheksträger bis jeweils zum 15. 4. eines Jahres an die Büchereistelle Koblenz, mit verbindlichem Hinweis übe die Höhe de Eigenleistungen, zu stellen.

2.2.2.2 Leselust in Rheinland-Pfalz

Unter dem Motto „Lesespaß aus der Bücherei“ werden die Öffentlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz 2004 die erfolgreichen, landesweiten Leseförderaktionen von 2003 weiterführen oder erneut anbieten (z.B. Bibliotheksführerschein, Aktion Schultüte usw.). Diese Maßnahmen sollen die Freude am Lesen und an der Bibliotheksnutzung schon in jungen Jahren fördern. Die Leseförderaktionen werden von den örtlichen Büchereien in Kooperation mit den Grundschulen durchgeführt. Die Firma B.O.N.D. Bibliothekssysteme unterstützt dabei als Sponsor die Aktion Bibliotheksführerschein.

2.2.3 Hessische Landesregierung

Landesmittel zur Bibliotheksförderung

In Hessen wird die Bibliotheksförderung aus Mitteln des Kommunalen Finanz-Ausgleichs (KFA) betrieben. Das Land stellt dabei jedes Jahr Landesmittel in Höhe von 1,25 Mio. € zur Verfügung. In erster Linie werden diese für die Durchführungen von Bibliotheksbauten, für die Anschaffung von Bibliothekseinrichtungen oder für Bibliotheks- EDV zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden auch Gelder für die Medienbeschaffung bereitgehalten.


2.2.4 Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst in Mecklenburg-Vorpommern

2.2.4.1 Förderbereich: Bibliotheken

Grundlage der Kulturförderung ist Artikel 16 der Landesverfassung, wonach Land, Gemeinden und Kreise nach subsidiärem Prinzip die Kultur schützen und fördern. Maßstäbe und Kriterien der Kulturförderung sind durch Leitlinien des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur geprägt und in den Förderrichtlinien festgelegt. In

diesem Ministerium ist ein Referat für Museen, Bildende Kunst, Gedenkstätten und Bibliotheken untergebracht und demnach auch für die Förderung öffentlicher Bibliotheken in kommunaler und freier Trägerschaft zuständig .Jedes Jahr werden alle geförderten Projekte auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht. Hier wird auch ein Förderbereich für Bibliotheken genannt, in welchem eine Liste der geförderten Projekte aus den Jahren 2003 und 2004 zu finden sind. So waren z.B. 2004 geförderte Projekte:

Antragsformular zur Förderung Öffentlicher Bibliotheken in kommunaler und freier Trägerschaft: http://www.kultus-mv.de/_sites/bibo/richtlinien/kultur/kultur_antrag.pdf


2.2.5 Bayrische Landesregierung

2.2.5.1 Förderung öffentlicher Bibliotheken in Bayern

Der Freistaat Bayern fördert den Auf- und Ausbau öffentlicher Bibliotheken durch staatliche Zuschüsse im Sinne des Landesentwicklungsprogramms. Vornehmliches Ziel staatlicher Förderung ist es, Maßnahmen zu initiieren und zu unterstützen, die zu einer dauerhaften und nachhaltigen Verbesserung der Bibliothekssituation vor Ort führen aber auch um Investitionen anzuregen, die eine deutliche Steigerung der Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Bibliothek bewirken. Es handelt sich dabei um zweckgebundene freiwillige Leistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Geplante Projektmaßnahmen, für die eine staatliche Förderung beantragt wird, sollten möglichst frühzeitig hinsichtlich ihrer Art, Umfang und Kosten mit der staatlichen Fachstelle abgestimmt werden. Die Landesregierung in Bayern beabsichtigt, im Haushaltsjahr 2005 folgende Investitionsbereiche vorrangig zu fördern:

  1. Investitionen für die Neueinrichtung mit fachgerechtem Mobiliar und für bibliothekstechnische Ausstattung. Dazu gehören auch die Gestaltung neuer Profilbereiche wie z.B. Schülercenter, Lernzonen, Kommunikation (z.B. Lesecafé), Seniorenbereiche, Jugendabteilungen,„Regiotheken“ u.ä.
  2. Investitionen für die Erstanschaffung und Erweiterung von EDV-Anlagen (Hard- und Software sowie damit zusammenhängende Reorganisationsmaßnahmen), für Internet-Terminals, für die Präsentation der Bibliothek (Homepage) und des Katalogs im Internet (Web-OPAC) sowie Investitionen zum Aufbau lokaler und/oder regionaler Katalogverbünde.
  3. Aufwendungen für einen gezielten Bestandsaufbau in einzelnen Bestandsbereichen, soweit dieser mit der Landesfachstelle abgestimmt ist. Im Einzelnen wird bei Projekten des gezielten Bestandsaufbaus der Schwerpunkt der Förderung auf Maßnahmen zur Leseförderung und zur Stärkung der Bildungsfunktion von Bibliotheken vor allem in Richtung Schulen, Volkshochschulen und Kindergärten gelegt.
    Folgende Profilbereiche werden vorrangig gefördert:
  4. Vorrangig gefördert wird weiterhin die Erstausstattung mit Non-Book-Medien (Hörbücher, DVD, CD-ROM etc.)
  5. Aufwendungen für die Verbund- und Regionalversorgung durch Leihringe und Austauschbestände
  6. Aufwendungen im Bereich des allgemeinen Bestandsaufbaus werden nur nachrangig und nur in Bibliotheken mit einem Bestand von weniger als 25.000 Medieneinheiten gefördert.

2.2.5.2 Bibliotheksbauförderung

Folgende förderfähige Investitionen werden im Rahmen der Bibliotheksbauförderung getätigt:

Die Allgemeinen Fördervoraussetzungen sind dabei:

Die Art der Förderung erfolgt durch die Festbetragsfinanzierung auf der Basis von Kostenpauschalen. Die Förderhöchstsumme beträgt bis zu 250.000 €.

2.2.6 Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

2.2.6.1 "Kulturelle Aktivitäten in Bibliotheken im Ländlichen Raum"

Das Land Baden-Württemberg gewährt im Rahmen seiner Literatur- und Leseförderung Zuwendungen an öffentliche Bibliotheken für kulturelle Aktivitäten im Ländlichen Raum. Die Zuwendungen sollen der Förderung von Maßnahmen zur Stärkung der Lese- und Medienkompetenz in öffentlichen Bibliotheken dienen.
 
Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht. Die Bewilligung der Zuwendungen erfolgt durch die Staatlichen Fachstellen für das öffentliche Bibliothekswesen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Die Staatlichen Fachstellen entscheiden über die Bewilligung der Zuwendungen aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens.

Bewilligt werden können Zuwendungen zur Teilfinanzierung von Veranstaltungen in öffentlichen Bibliotheken, die der Förderung der Literatur oder der Lese- und Medienkompetenz dienen.Die Zuwendungen können bewilligt werden an die Träger öffentlicher Bibliotheken in Baden-Württemberg, die nach den Kriterien des Landesentwicklungsplanes Baden-Württemberg im ländlichen Raum (Ländlicher Raum im engeren Sinne/ Verdichtungsbereiche im Ländlichen Raum) sowie in vergleichbaren Orten liegen. Oberzentren und Große Kreisstädte sind von der Förderung ausgeschlossen.
 
Die Zuwendungen werden als Zuschüsse zur Projektfinanzierung im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Dabei wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel eine Förderquote von bis zu 2 : 1 angestrebt.
 
Zuwendungsfähige Ausgaben sind Honorare sowie gegebenenfalls Reise- und Übernachtungskosten. Zuwendungen unter 250 € im Haushaltsjahr werden nicht bewilligt. Die Höchstgrenze pro Träger der öffentlichen Bibliotheken liegt bei 2.500 € pro Haushaltsjahr.
 
Die Förderantrage für ein Jahr müssen bis spätestens bis zum 01.07. des laufenden Jahres an die zuständige Staatliche Fachstelle gerichtet werden. Der Förderantrag ist vor der ersten zu fördernden Maßnahme zu stellen. Es können Teilanträge gestellt werden. Für die Förderanträge sind einheitliche Formulare zu verwenden.
Der Förderantrag muss genaue Angaben zur Veranstaltung und zu den entstehenden Kosten enthalten (Name des Autors/Künstlers, Thema, Ort, Termin, Zielgruppe, Honorar und Nebenkosten, geschätzte Höhe der Eintrittsgelder, Kooperationspartner, Finanzierungsplan, Bankverbindung des Bibliotheksträgers).
Ein Bezug zur Literatur bzw. zur Stärkung der Lese- und Medienkompetenz muss vorhanden sein. Änderungen nach Antragstellung müssen der zuständigen Staatlichen Fachstelle unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden.

2.3 Förderprojekte und -preise von Stiftungen für Bibliotheken

2.3.1 Stiftung Lesen

2.3.1.1 "KINDERLEICHT in Biblioteken"

An Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie an die Eltern und an die Kinder richtet sich das Projekt „KINDERLEICHT in Bibliotheken“, das die Stiftung Lesen zusammen mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft initiiert. Die bundesweite Kampagne bietet bis zu 5.000 Bibliotheken die Möglichkeit, ein kostenloses Aktionspaket rund um die Themen Ernährung und Bewegung mit Informationen und Anregungen für Bibliotheksbesucher zu bestellen. Der Borromäusverein, der Deutsche Bibliotheksverband, der Verband evangelischer Büchereinen sind Partner des Projektes

2.3.1.2 „Wir lesen vor – überall & jederzeit“

Aktuell laufende Projekte :

Der Vorleseclub

Rund 6.000 Vorlesepaten sind mittlerweile Mitglied im Vorleseclub der Stiftung Lesen, der mit Unterstützung von EnBW kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Ob junge Eltern oder Senioren: Die Mitglieder sind Bücherfans und hoch motiviert, diese Begeisterung durch freiwillige Vorlesestunden in Kindergärten und anderen Einrichtungen weiterzugeben. In Praxisseminaren liefern die Referentinnen der Stiftung Lesen das nötige Know-how der freiwilligen Vorleser.

Der Stiftung Lesen-Vorleseclub bringt alle zusammen, die sich als Vorlesepaten ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Ausgebildet in den bundesweiten Seminaren der Stiftung, tragen diese freiwilligen Vorleser und Vorleserinnen dazu bei, das Angebot an Vorlesestunden auf regionaler Ebene zu erhöhen, damit noch mehr Kinder das "Abenteuer Lesen" kennen lernen – zum Beispiel durch eine regelmäßige Vorlesestunde in einem Kindergarten. Auch können die Vorlesestunden das Angebot der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bibliotheken und Büchereien flankieren.

 

Große für Kleine - der Bundesweite Vorlesetag

Vorlesen und Erzählen nachhaltig fördern - und das an allen Orten, wo der Spaß an Sprache geweckt werden kann: in Kindergärten, Familien, Bibliotheken und Schulen. Das ist das Ziel der nationalen Initiative „Wir lesen vor – überall und jederzeit!“ der Stiftung Lesen und der Wochenzeitung DIE ZEIT. 25 Jahre Erfahrung im Bereich Vorlesen und Erzählen und ein einzigartiges Netz an Multiplikatoren – von fast 6.000ehrenamtlichen Vorlesepaten bis hin zu zahlreichen Partnern in Schulen, Kindergärten und Bibliotheken - bringt die Stiftung Lesen in diese Kampagne ein. Auf diese Weise gibt sie in allen wichtigen Bereichen der frühkindlichen Leseförderung entscheidende Impulse .

 

2.3.1.3 Leseförderungspreis AusLese

Die Commerzbank Stiftung und die Stiftung Lesen prämieren herausragendes Leseförderungs-Engagement. Leseförderungs-Profis in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder im Buchhandel, aber auch Privatpersonen, die der Lese-Standort Deutschland nicht gleichgültig lässt und die sich in herausragender Weise für ihn engagieren, möchten die Commerzbank Stiftung und die Stiftung Lesen mit dem bundesweiten Leseförderungspreis "AusLese" im Zweijahresrhythmus prämieren. Interessierte können sich bei der Stiftung Lesen selbst bewerben – aber auch andere potenzielle Preisträger vorschlagen.

Seit 2005 unterstützt die Commerzbank Stiftung den Preis, der im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung, erstmals rund um den UNESCO-„Welttag des Buches” am 23. April 2005, an mehrere Preisträger verliehen wird (dies waren 2005 u. a. die Stadtbibliotheksprojekte in Bremen und Brilion). Die Preise sind mit insgesamt 3.500,- Euro dotiert.

Mit der „AusLese” sollen unter anderem Ideen und Konzepte zu neuen Methoden der Leseförderung für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Entwicklung von Computerprogrammen für Literaturvermittlung, von Werbestrategien für das Lesen und öffentlichkeitswirksame Aktionen ausgezeichnet werden. Auch eine Ehrung von Persönlichkeiten für ihr Lebenswerk in der Leseförderung ist beabsichtigt


2.3.2 Stiftung Medienkompetenz

2.3.2.1 Förderpreis Medienpädagogik

Mit dem Förderpreis Medienpädagogik prämiert die Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest (MKFS) jährlich Projekte und Arbeiten, die in besonderem Maße geeignet sind, den Erwerb von Medienkompetenz bei Kindern zu fördern. Dies gilt sowohl für den Umgang und Einsatz traditioneller wie auch neuer Medien und Technologien. Bewerben kann sich, wer ein Projekt oder eine Arbeit in einer der vier Kategorien (siehe Altersgruppen) durchgeführt hat oder - bei mehrjährigen Projekten - derzeit noch durchführt. Das Ende eines abgeschlossenen Projektes darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen.

Preise für schulische und außerschulische Projekte und Arbeiten werden für vier Altersgruppen vergeben.

1. Kinder im Kindergartenalter (3-6 Jahre)

2. Kinder im Grundschulalter (6-10 Jahre)

3. Kinder und Jugendliche der Orientierungsstufe/Sekundarstufe I (10-16 Jahre)

4. Jugendliche Sekundarstufe II (16-19 Jahre)

Für schulische und außerschulische Arbeiten und Projekte werden Preise im Gesamtwert von Euro 6.000,-- vergeben. Stichtag ist der 28. Juli 2005 (Poststempel). Die Preisverleihung erfolgt am 2. Dezember 2005 in der Popakademie Mannheim. Ausschreibungsunterlagen und Anmeldeformular:

2.3.3 Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

2.3.3.1„Dieter Baacke Preis“ für medienpädagogische Projekte

Mit dem Dieter Baacke Preis prämiert die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) bundesweit beispielhafte Projekte, die im Umfeld der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Familien entstanden sind.

Im Zentrum steht dabei nicht nur das Produkt, sondern auch der medienpädagogische Prozess. Ausgezeichnet werden innovative, originelle, mutige oder weitreichende Projekte, die Beiträge zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz geleistet haben. Das kann beispielsweise ein multimediales Projekt in einem Jugendzentrum sein, ein Kinderradioprojekt, die Etablierung medienpädagogischer Eltern-Kind-Aktivitäten im Vorschulbereich oder auch ein außergewöhnliches Film- oder Videoprojekt.

Als besonders auszeichnenswert erachtet die GMK Projekte, die geschlechtsspezifische, generationsübergreifende, interkulturelle oder integrative Ziele verfolgen oder mit denen die Partizipation und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen gesteigert wird.

Projekte, die am Wettbewerb teilnehmen, sollten im Jahr der Ausschreibung oder im Vorjahr realisiert worden sein. Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine unabhängige Expertenjury die besten aus.

Die Preisträger erhalten eine Zuwendung für die weitere medienpädagogische Arbeit in Höhe von:

3.000,- Euro (1. Preis)

1.500,- Euro (2. Preis)

500,- Euro (3. Preis)

Einsendeschluss: jährlich zum 31.August (Poststempel)


2.3.4 Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur hat sich, wie es ihr Name sagt, nicht nur der Förderung der Kunst, sondern eben auch der Förderung der Kultur verschrieben. Das ist ein nicht unbedeutender Unterschied, denn der Kunstbegriff beschränkt sich eher auf die klassischen Kunstsparten, wie Theater, Tanz, Musik und Bildende Kunst. Die Kulturstiftung fördert jedoch darüber hinaus auch den Erwerb und die Sicherung besonders wertvoller Kulturgüter, bedeutsame Vorhaben der Dokumentation und Präsentation, sowie Symposien und Kulturkongresse.

Die Stiftung ist inzwischen im Hinblick auf ihr Stammkapital mit derzeit rund 90 Millionen Euro zur zweitgrößten Landes-Kulturstiftung in Deutschland angewachsen und hat seit ihrer Gründung circa 59 Millionen Euro zur Förderung von Kunst und Kultur ausgegeben. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Kulturpolitik, die sich auch daran messen lassen muss, dass sie Pluralität nicht nur als Lebenselexier der kulturellen Entwicklung begreift, sondern Vielfalt sichert, fördert und angesichts der Verschiedenheit ethnischer Gruppen im Land, Beiträge zur kulturellen Integration leistet. Dabei gilt es auch sicher zu stellen, dass diejenigen Zugang zu kulturellen Angeboten finden, die aus Gründen, die in ihrer Herkunft oder ihrer Sozialisation liegen, Zugangsbarrieren überwinden müssen. Gerade der Aspekt der Demokratisierung und der Teilhabe am kulturellen Leben bleibt wichtig.

2.3.5 Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg

Die 1986 errichtete Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg hat die Aufgabe, Kulturgut, das einen besonderen Bezug zu Baden-Württemberg hat, zu sichern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu gehört in erster Linie Archiv- und Bibliotheksgut. Finanziert wird auch der Ankauf von Objekten, die für die Geschichte und Kultur des Landes von besonderer Bedeutung sind. Bis Ende 2003 hat die Stiftung 175 Projekte für 17,4 Mio. Euro gefördert, die der Erhaltung, Erschließung und Ergänzung der schriftlichen Überlieferung des Landes dienten. Insbesondere das Institut für die Erhaltung von Archivs- und Bibliotheksgut in Ludwigsburg profitierte von der Stiftung.
Einen Schwerpunkt bildeten auch baden-württembergische Gymnasialbibliotheken mit wertvollen Altbeständen sowie für die Landesgeschichte wichtige Archive des Adels. Zu den besonders bedeutsamen Erwerbungen, die von der Stiftung gefördert wurden, gehören ausgewählte Inkunabeln, die Musikaliensammlung sowie ein Teil der Handbibliothek des Joseph Freiherrn von Laßberg aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen und die Großherzoglich Badische Hofbibliothek au dem Neuen Schloss in Baden-Baden. Mit Hilfe der Stiftung konnten auch das Archiv von Ernst Jünger und der Nachlass von Alfred Döblin gesichert werden. Das Stiftungskapital beträgt 5,11 Mio Euro. Außerdem fließen der Stiftung Einnahmen aus dem Wettmittelfonds zu, die Jahr für Jahr variieren (2004: 868.100 Euro).

2.3.6 Friedrich Bödecker Kreis

1954 gründeten engagierte Autoren, Pädagogen, Bibliothekare, Buchhändler und Verleger den „Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. Hannover“. Benannt wurde der Verein nach dem niedersächsischen Pädagogen Friedrich Bödecker, der bereits in den zwanziger Jahren Kinder- und Jugendbuchautoren in die Schule eingeladen hatte, um neue Formen der Literaturvermittlung zu erproben.

Inzwischen gibt es Friedrich-Bödecker-Kreise in allen Bundesländern. Sie sind gemeinnützige Vereine, die jeweils in ihrem Landesbereich selbstständig agieren. Gemeinsame Aufgabe ist die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen. Pädagogisches Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu befähigen, aktiv am literarischen Leben teilzunehmen. Dies geschieht in der Hauptsache durch Autorenlesungen, die überwiegend in Schulen aber auch in anderen Einrichtungen wie in Kindergärten, Bibliotheken, Jugendeinrichtungen, Jugendstrafanstalten und in Eltern- und Lehrerfortbildungen stattfinden.

Neben der Vermittlung, Organisation und Finanzierung von Autorenlesungen wirken die Landesverbände u. a. bei der Information und Beratung von überregionalen Veranstaltungen (z.B. Literaturtage, Kinder- u. Jugendbuchwochen), bei Projekten und Modellversuchen der Leseerziehung, bei Buchausstellungen, bei der Herausgabe von Literaturverzeichnissen der Kinder -u. Jugendliteratur und bei der Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern der Lesererziehung und der Literaturvermittlung mit.

Die Anzahl der Lesungen ist entsprechend der den einzelnen Landesverbänden der Friedrich- Bödecker-Kreise (FBK) zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel begrenzt. Ein Anspruch auf Vermittlung einer literarischen Veranstaltung besteht nicht.

Die Eigenbeteiligung der Schulen bzw. Mitveranstalter ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Diese Kosten werden in der Regel an den FBK überwiesen.

2.3.7 Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur NRW

Kinder und Jugendliche auf Bücher und Geschichten neugierig zu machen und sie für das Lesen zu begeistern sind die Ziele der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur NRW e.V.. Literatur soll Kindern und Jugendlichen als etwas vermittelt werden, das spannend und unterhaltsam ist, aber auch Anstöße zum Nachdenken und Diskutieren geben kann .

Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaft sind :

Veranstaltungsangebote in Bibliotheken, Schulen, Jugendzentren etc. Die Landesarbeitsgemeinschaft arbeitet u. a. mit Bibliotheken, Schulen, Jugendämtern und Kulturzentren zusammen, die Kinderbuchwerkstätten, Lesenächte, Schreibwerkstätten etc. als "Veranstaltungspakete" buchen und von den Referenten der LAG Jugend und Literatur durchführen lassen.

 

Organisation von Leseförderungsaktionen über die LAG Jugend und Literatur NRW e.V.
Buchen kann man einfach eine Kinderbuchwerkstatt, Lesenacht, Schreibwerkstatt etc. über die Arbeitsgemeinschaft ,diese werden von Referenten durchführt. . Das Thema und die inhaltliche Zielrichtung werden gemeinsam besprochen.. Die Arbeitsgemeinschaft kümmert sich dann um Projektleiter/innen und Konzept und spricht den Termin ab. Die finanzielle Abwicklung erfolgt ebenso über die LAG Jugend und Literatur, wobei ein Teil der Kosten von uns übernommen wird und ein anteiliger Betrag von Ihnen finanziert werden muss. Sie stellen die Räumlichkeiten zur Verfügung, machen Werbung vor Ort und dann kann es los gehen mit der Bilderbuchwerkstatt, der Lesenacht etc .


2.3.8 Kulturstiftung des Bundes

Die Kulturstiftung des Bundes nimmt ihren Förderauftrag auf zwei verschiedene Weisen wahr. Unter ihrem Dach finden sich zwei parallel wirkende, aber organisatorisch getrennte Förderbereiche. Im Bereich der Allgemeinen Förderung unterstützt sie auf Antrag Initiativen und Projekte aus Kunst und Kultur. Im Sinne einer Schwerpunktförderung entwickelt sie darüber hinaus selbst spezielle thematische bzw. regionale Programme. Über die in der Allgemeinen Förderung eingehenden Anträge entscheidet in regelmäßigen Abständen eine unabhängige Fachjury.


3. Beispiele von Förderprojekten aus Bibliotheken

3.1 Projekt CHILIAS der Stadtbücherei Stuttgart

CHILIAS - das europäische Projekt „Virtuelle Kinderbibliothek".

Der INFOPLANET der Stadtbücherei Stuttgart ist die Weiterentwicklung des Projektes CHILIAS, einem Projekt der Europäischen Kommission im Rahmen des Telematics Applications Programmes 1994 -1998 . CHILIAS steht für Children’s Library - Information - Animation - Skills

Unter Federführung der Stadtbücherei Stuttgart entstand von 1996 bis 1998 in Zusammenarbeit mit Partnern aus England, Finnland, Griechenland, Spanien und Portugal eine multimediale, virtuelle Simulation der Kinderbibliothek auf dem WWW/ Internet.CHILIAS entwickelte das Konzept des Kindermedienzentrums, das die Stadtbücherei Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle Württemberg Schritt für Schritt aufbaut, weiter - grenzüberschreitend

CHILIAS – die virtuelle Kinderbibliothek soll spielerische, kreative und kommunikative Medienerlebnisse vermitteln, eine Quelle der Kinderliteratur und Information für Kinder auf dem WWW sein.

Die Idee des Projekts war, dass die Kinder in Stuttgart, in Athen, Barcelona und Lissabon, in Gateshead und Vantaa nach Fertigstellung des Projektes auf dem WWW durch virtuelle Bibliotheksräume browsen, Informationen, digitalisierte Texte, Bilder usw. zu viel gefragten Themen finden, zur Unterstützung von Schule und Lernen.

3.2 Projekt CoolTour der Stadtbücherei Lörrach

Cooltour ist ein trinationales Internet-Rechercheprojekt von Bibliotheken und Schülern der Sekundarstufe aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Sie stellen Reportagen über die Region am Oberrhein vor und gestalten gemeinsam eine Internetseite. Projektträger ist die Stadtbibliothek Lörrach, bei der durch die Zuschüsse für das Projekt eine Personalstelle teifinanziert wird.

 

CoolTour wird als grenzüberschreitendes Projekt von der EU durch das Interreg
IIIA-Programm gefördert. Bei Interreg-Projekten werden max. 50% der geplanten Projektkosten von der EU übernommen, die restlichen 50% (bzw. eventuelle Budgetüberschreitungen) müssen die Projektträger selbst übernehmen.

CoolTour hat eine Laufzeit von Juni 2004 bis Mai 2007. Lörrach trägt ca. 16% der Gesamtprojektkosten, die Partner tragen unterschiedliche Anteile. Von den in Lörrach anfallenden Kosten trägt die Bibliothek aus ihrem Etat ca. 50%.

Die Finanzierung bei CoolTour verteilt sich folgendermaßen:
- deutsche und französische Partner (Lörrach, Müllheim, Mulhouse,
- Saint-Louis, Guebwiller, Kingersheim): insgesamt 156 869 €
- Zuschuss EU: 156 869 €
- Schweizer Partner (Basel, Möhlin): insgesamt 20 159 €
- Schweizer Co Finanzierer (da die Schweizer Partner ja keine EU-Förderung
  erhalten, Kanton Aargau + Kanton Basel-Stadt): insgesamt 17 650 €


3.3 Projekt "Studio Lernen & Arbeit der Stadtbücherei Würzburg

Die Stadtbücherei Würzburg wurde von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und dem Deutschen Bibliotheksverband als "Bibliothek des Jahres 2003" ausgezeichnet. Die Stadtbücherei verwendete einen Teil des Preisgeldes für ein neues, innovatives und nachhaltiges Angebot, das in dieser Form in deutschen Bibliotheken bisher noch wenig verbreitet ist.

Auf der Basis des Grundgedankens des "lebenslangen Lernens" wurde deshalb das Konzept für ein "Multimediales Lernstudio" entwickelt. Auf etwa 130 m² hat das Bibliotheksteam ein aktuelles und attraktives Medienangebot zum Themenfeld "Lernen & Arbeiten" aufgebaut, ergänzt durch multimediale Arbeits- und Lernplätze, Gruppenarbeitsplätze sowie eine Lernwerkstatt.

Ab Herbst 2004 bieten Bibliothek und Volkshochschule im Studio gemeinsame Kursangebote an. Geplant sind Themen wie Mind Mapping, Umgang mit Konflikten, Zeitmanagement oder Gedächtnistraining.

Mit weiteren Kooperationspartnern wie dem BIZ oder der Studienberatung ist man im Gespräch und bereits ab April startet die Stadtbücherei auf ehrenamtlicher Basis die neuen Veranstaltungsreihen – das "BewerberStudio" und das "BeratungsStudio". Jeden dritten Dienstag im Monat steht ein Beratungsprofi im Lernstudio zu Fragen rund um das Thema Bewerbung zur Verfügung.

Ende des Jahres 2004 bekam die Stadtbücherei den Zuschlag für ein EU-Projekt zum Thema "Lebenslanges Lernen". Zusammen mit London, Barcelona, Helsinki, Aarhus und Llubljana werden in den nächsten zwei Jahren zukunftsweisende Lernkonzepte entwickelt.


3.4 Fördermittel der Stadtbücherei Esslingen

Die Stadtbücherei Esslingen hat unterschiedliche Fördermittel:

Sie bekommen Mittel aus der Landesstiftung BW (der DBV ließ ihr dabei die Ausschreibung zukommen) und der Stiftung Weiler, ein Esslinger Kulturförderer, der ihnen einmalig Mittel für den Neukauf der Fahrbibliothek zukommen ließ.
Aber auch örtliche Firmen beteiligten sich hierbei.

 

Die Stiftung KSK Esslingen-Nürtingen sowie die Esslinger Zeitung sind Sponsoren der die Veranstaltungsreihe LesArt. der örtliche Buchhandel geht Kooperationen im Veranstaltungsbereich mit der Stadtbücherei Esslingen ein, zudem arbeiten sie mit dem Bödeckerkreis zusammen und kommen so zu kostengünstigen Veranstaltungen im Kinder- und Jugendbereich.

In der Vergangenheit wurde die Stadtbücherei Esslingen mit einer kleinen Medienecke ausgestattet, gefördert vom Bund. Fördermittel, die zweckgebunden sind werden direkt dafür ausgegeben. Mittel aus Kooperationen und Spenden werden als Einnahmen für die Bibliothek gebucht und werden natürlich indirekt zur Deckung des Haushalts verwendet. Zur Haushaltskonsolidierung im engeren Sinn (schon als Etatansatz) werden die Mittel nicht eingesetzt. Die Stadtbibliothek Esslingen erfährt aus unterschiedlichen Quellen, wofür es Fördermittel gibt und dementsprechend bewerben sie sich. Für die Fahrbücherei haben sich auch das Kulturreferat und der Oberbürgermeister stark gemacht.



Quellen: Links | Literatur Punkt Fördermittel
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